Hand und Handschuh

Die Hand ist ein außergewöhnliches Sinnesorgan, auf das wir uns täglich verlassen, ohne dass wir uns ihrer herausragenden Rolle in unserem Leben bewusst werden. Mit 27 Knochen, über 20 Muskeln und einer Vielzahl von Nerven und Rezeptoren ist die Hand komplexer und vielseitiger als andere Extremitäten. Die menschliche Hand hat uns Herstellung und Gebrauch von Werkzeugen ermöglicht, und dadurch auch die Sonderstellung des Menschen in der Natur gesichert.

Während der Arbeit und in der Freizeit, zu Hause und in der Natur, ständig benutzen wir unsere Hände zum Greifen, Tasten und Fühlen. Kein anderer Körperteil ist in der Lage so viele Bewegungen zu vollziehen und so unterschiedliche Formen anzunehmen. Bei jeder Handbewegung verändern sich die Attributwerte der Hand. Gut zu beobachten und leicht nachmessbar ist Beispielsweise die Veränderung des Umfangs am Handrücken, wenn die flache Hand zur Faust geballt wird.

Der Handschuh, das Kleidungsstück dieses einmaligen Körperteils, soll die Hand vor Kälte und Feuchtigkeit schützen ohne ihre Beweglichkeit unnötig einzuschränken. Er muss deshalb eng ansitzen wie eine zweite Haut um dem Träger Tasten und Fühlen zu ermöglichen. Gleichzeitig muss er dehnbar genug sein um die Bewegungen und Umfangsveränderungen der Hand spielend mitzumachen.

Einen gut geschnittenen Handschuh erkennt man daran, dass er den Träger bei geballter Faust, also wenn der Handumfang am größten ist, nicht drückt, bei Flach ausgestreckter Hand und somit minimalem Handumfang aber noch immer hauteng anliegt. Die Qualität eines Lederhandschuhes wird in der Produktion, hauptsächlich während des Zuschnitts, sowie durch die Wahl der verwertenden Materialen bestimmt.


Film "Hand und Handschuh"


SW Dynamic Hds
Ein guter Handschuh sollte stets eng ansitzen und gleichzeitig alle Bewegungen der Hand spielend mitmachen.